Offene Briefe

Siehe auch:

Offener Brief an die die Anwälterinnen von Mumme & Partner

24.08.05 - Rolf Schälike

Sehr geehrte Damen,

I.

Susanne Pater - eine Partnerin von Mumme & Partner - habe ich kennen gelernt, weil ich einem schwerkranken süchtigen Obdachlosen helfen wollte, wieder Fuß zu fassen. Er sollte anfangen seine Schulden abzubauen. Frau Hau sandte einen Vertrag über den Abbau von 125,01 €. Ich habe den Obdachlosen überzeugt, mit einer monatlichen Rate von 25,00 € diese Schwarzfahrer-Schuld abzubauen.

Nach Vertragsunterzeichnung folgten prompt von Frau Waldschmidt - auch aus der Partnerschaft Mumme & Partner - neue Forderungen von über 1.000,00 €, den dann noch weitere folgten.

Mich begannen Mumme & Partner zu interessieren.

Die Damen haben eine Marknische gefunden:

Umleitung von Sozialhilfe aus der Hand der Bedürftigen in die eigene Tasche eines Rechstanwältinnenbüros.

Ich konnte vergessen, dem schwerkranken süchtigen Obdachlosen beim Schuldenabbau zu helfen. Aussichtslos bei dieser geierhaften Verhaltensweise der Rechtsanwältinnen von Mumme & Partner.

II.

Meine nächste Bekanntschaft betraf Frau Walter aus der gleichen Partnerschaft.

Mehr als 40 Seiten einer mir unbekannten Person (auch ein Obdachloser) mit Kopie des Personalausweises, der Krankheitsgeschichte und anderen sensiblen Daten liefen durch mein Fax. Gesendet von Rechtsanwältinnen Mumme & Partner.

Ihr hoch computerisierten Damen beherrscht wahrscheinlich eures ausgeklügeltes System eben nicht besser als andere.

Meinen Aufwand ersetzten die Damen-Kanzlei nach anfänglicher Widerspenstigkeit.

III.

Dann erhielt mein Obdachloser, dem ich meine Adresse als Postadresse zur Verfügung gestellt hatte, ein drohendes Schreiben von einem Gerichtsvollzieher mit der Drohung, dass falls er nicht zahle, meine postlagernden Räume aufgebrochen werden.

Sie müssen es sich so vorstellen:

Die Post erhält postlagernd Post für einen ihrer Klienten mit der Drohung, falls der Empfänger nicht zahlt, dann werden die Räume der Post aufgebrochen.

Meine entsprechende Rechnung zur Aufwandsentschädigung zwecks Anwendung eines möglichen Schadens ist immer noch nicht beglichen.

IV.

Liebe Damen, sie wollen Gestrauchelten und armen Leuten beibringen, dass man sich ans Recht halten muss, und sie haben keine Bedenken

die geringe Sozialhilfe im erhebliche Maße in die eigene Tasche ihres Anwältinnenbüros umzuleiten.

Sie bedienen sich dabei unerlaubter Mittel:

  • faxen sensible Daten an die falsche Adresse
  • beauftragen Wohnungseinbruch bei Unbeteiligten

Das müsste wohl strafbar sein. Sie werden von mir noch hören.

Sie schaden unserem Land, indem Sie:

  • durch enormen Druck und Kompromisslosigkeit die Gefängnisse mit Obdachlosen füllen
  • sie entziehen dem Steuerzahler mehr Geld als Ihre vermeintlichen Forderungen Wert sind
  • sie zahlen als gemeinnütziger Verein keine Steuern, wissend, dass sie ein kommerzielles Unternehmen sind.

In der Hoffnung auf Besserung verbleibe ich
mit freundlichen Grüßen

Rolf Schälike

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Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisiert am 24.08.05